Zurück Kurier Vor der WM-Kombination: "Der Super-G ist die große Unbekannte"
Suchen Rubriken 28. Feb.
Schließen
Anzeige
Vor der WM-Kombination: 15. Feb. 5:00

Vor der WM-Kombination: "Der Super-G ist die große Unbekannte"

Kurier
Für Marco Schwarz läuft es im Slalom fast perfekt. Doch der Speedbewerb bereitet Kopfzerbrechen. Gut möglich, dass die Skifans Marco Schwarz am Montag von einer Seite kennenlernen, die man so von ihm nicht erwartet hätte. Der 25-jährige Kärntner wirkt nach außen ja stets besonnen und ausgeglichen, als könnte ihn rein gar nichts aus der Fassung bringen. Und genau so fährt er auch Ski. Kontrolliert, kalkuliert, immer mit einem Rest Sicherheit. Dass er mit dieser Strategie gut fährt, zeigen seine souveränen Auftritte in den bisherigen neun Weltcup-Slaloms, in denen Schwarz nie in Verlegenheit kam, auszuscheiden – und sieben Mal auf dem Stockerl landete. In dem Slalom, der auf der Tofana ausgeflaggt ist, wird man möglicherweise einen etwas anderen Marco Schwarz erleben. Einen, der seine letzte dünne Sicherheitsleine löst und sich im Grenzbereich bewegen wird. Denn wenn der Slalomläufer der Stunde in der Alpinen Kombination wie bei der WM 2019 in Åre in den Medaillenrängen landen möchte (Bronze), dann wird er dafür den Grundstein im Slalom legen müssen. Und dann wird eine souveräne Fahrt in typischen Schwarz-Manier wohl zu wenig sein. Der 25-Jährige befürchtet jedenfalls, dass er im Super-G nicht mit den Top-Kombinierern Alexis Pinturault (FRA) und Loïc Meillard (SUI) wird mithalten können. Ganz zu schweigen von seinen Teamkollegen Vincent Kriechmayr und Matthias Mayer. „Für mich wird es sehr schwierig“, weiß Schwarz. Seit seinem Kreuzbandriss im Februar 2019 bestritt er im Weltcup nur ein Speedrennen. Vor der Anreise nach Cortina reichte es gerade einmal zu zwei Trainingstagen mit den langen Latten. „Ich wollte wieder das Gespür für das Tempo kriegen. Für das Timing, wie man den Schwung ansetzt. Da fehlen mir die Anhaltspunkte. Der Super-G ist eine große Unbekannte“, sagt Schwarz. Die neue Startregel, die seit dem vergangenen Winter Anwendung findet, macht die Sache für das Slalom-Ass nicht leichter. Denn nun darf der Schnellste des Super-G als Erster über die Slalompiste gehen – welche Auswirkungen das hat, zeigte zuletzt Matthias Mayer, der dank dieser Startregel im vergangenen Winter sensationell die Kombination von Wengen gewann und dabei von der perfekten Slalompiste profitierte. Für Marco Schwarz bedeutet das: „Ich werde einen guten Super-G brauchen, damit ich dann noch eine gute Slalompiste vorfinde.“ Der ebenfalls nominierte Otmar Striedinger wird am Montag gar nicht antreten. Das gab der ÖSV am Sonntagabend bekannt, ohne Details dazu zu nennen.
Mehr
 Gefällt mir Antworten
Anzeige

Kommentare

Noch keine Kommentare...
Nach oben

Datumseinstellungen

Heute ist Sonntag, 28. Februar 2021

+ 1 -
+ 1 -
+ 2016 -

Schließen

Durch die Nutzung unserer Website erklären Sie sich mit der Verwendung der Cookies in unserer Cookie-Policy einverstanden.

Akzeptieren

Kurier

Schließen