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Stiefkind Sommersport: Was Österreich von Australien lernen könnte6. Feb. 18:00

Stiefkind Sommersport: Was Österreich von Australien lernen könnte

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Bei den Australian Open dürfen nächste Woche 30.000 Fans den Melbourne Park stürmen. Der Sport hat einen größeren Stellenwert. Geradezu schockiert reagierten einige Sportfreunde, die die Bilder aus Adelaide sahen, als maskenlose Fans dicht gedrängt das Spiel von Dominic Thiem gegen Rafael Nadal verfolgten. Wie kann es das geben, während bei uns nicht einmal Hallen-Tennis gespielt werden kann? In Down Under dürfen indes nächste Woche 30.000 Fans den Melbourne Park stürmen, Maskenpflicht herrscht nur in den drei größten Arenen – und nur bei geschlossenem Dach. Man kann dennoch den Australiern eines nicht vorwerfen: dass sie mit der Pandemie fahrlässig umgehen. Die Spieler mussten samt ihrer Belegschaft nach der Anreise in zweiwöchige Quarantäne, manche wurden sogar im Hotelzimmer eingesperrt, weil ein Covid-19-Virus im Reisegepäck war. Und als die Situation zu kippen drohte, reagierte man blitzschnell. Alle Maßnahmen werden in Absprache mit der Regierung des Bundesstaates Victoria getroffen. Freilich profitiert Australien von den klimatischen Verhältnissen, nur wird dort eine umsichtigere Pandemie-Politik betrieben als in Europa. Während in Österreich englische Skilehrer neben sich selbst auch die Gefahr der Virus-Mutation mitbringen konnten, achten die Australier genau darauf, wer kommt. Die Zahlen geben ihnen recht: Im Bundesstaat Victoria, die immerhin 6,6 Millionen Einwohner fasst, gab es am Freitag nur vier (!) Neuinfektionen. Und der Sport hat einen größeren Stellenwert als in Österreich. Immer wieder kommt es zwar vor, dass Politiker im Sport mitmischen. Man erhoffte sich enorme Vorteile, dass der neue Präsident des Tennisverbandes als Staatssekretär in der Regierung sitzt. Vielleicht hilft es ja wirklich einmal. Nur eines ist Fakt: Man sollte nicht der Politik im Sport einen höheren Stellenwert einräumen, sondern umgekehrt. Der (Sommer-)Sport in der Politik kommt in Österreich generell viel zu kurz, ein Umstand, der sich gerade in diesen Zeiten bemerkbar macht. Egal, wer das Amt des Sportministers ausübt, egal, in welchem Regierungsressort der Sport versteckt wird.
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