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Ski-Stars auf Abwegen: Das ungeliebte Parallelrennen am Arlberg13. Nov. 5:00

Ski-Stars auf Abwegen: Das ungeliebte Parallelrennen am Arlberg

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In Zürs findet das einzige Parallelrennen im Weltcup-Winter statt. Viele Stars verzichten aber, die Kritik am Event wird immer lauter. Natürlich gibt’s auch in Zürs für den Sieg 100 Punkte, für die Gewinner wird die Hymne erklingen und auch die obligate Sektdusche wird es geben. Aber abgesehen davon geht Zürs nur schwer als gewöhnliches Weltcuprennen durch. Das erste und zugleich auch letzte Mal in diesem Weltcup-Winter wird ein Parallel-Riesentorlauf gefahren, und einzigartig wie diese Veranstaltung ist wohl auch die lange und prominente Liste der Abwesenden. Bei den Frauen, die heute (10 Uhr Qualifikation, 17 Uhr Finale) an der Reihe sind, fehlen mit Mikaela Shiffrin und Petra Vlhova die Erste und die Dritte des Riesentorlaufs von Sölden. Auch die italienischen Stars Sofia Goggia und Federica Brignone haben an diesem Wochenende Besseres zu tun. Mit Marco Odermatt lässt einer der Topfavoriten auf den Gesamtweltcupsieg den ungeliebten Parallelbewerb aus. Und das sagt schon einiges darüber aus, was die meisten Läufer von diesem Format halten. "Ein einziges Rennen im ganzen Kalender – ich weiß nicht, ob das wirklich Sinn macht", sagt denn auch Lokalmatador Michael Matt, der kein Hehl daraus macht, dass dieses Rennen bei ihm nicht die höchste Priorität hat. Dabei ist Zürs wohl noch der beste Boden für dieses Format. Der Hang wurde extra so aufgeschüttet, dass die Athleten faire Bedingungen vorfinden – kein Vergleich zur Weltmeisterschaft in Cortina, wo der Bewerb der Frauen zur Farce wurde, weil einer der beiden Kurse deutlich schneller war. Felix Neureuther nannte das Rennen damals sogar "den Tiefpunkt im alpinen Skisport". Wenn es nach Michael Matt geht, dann müsste die FIS mit den Parallelrennen neue Destinationen ansteuern. Er sieht dabei die Snowboarder als Vorbild, "die lassen ihre Big-Air-Bewerbe in großen Städten stattfinden". Der Tiroler hätte auch schon eine passende Metropole für künftige Parallelrennen ausgemacht: "Wieso fahren wir nicht in New York?"
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