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ÖFB-Sieg zum EM-Start! So gut, wie sich das anhört, war nicht alles14. Jun. 10:51

ÖFB-Sieg zum EM-Start! So gut, wie sich das anhört, war nicht alles

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Zwischen der Chance von Kalajdzic (22.) und dem Kopfball von Gregoritsch (64.) verzeichnete Österreich keinen Schuss. Warum das so war. Die Freude über den ersten Sieg bei einer EM ist riesig, die Erleichterung bei allen zu spüren. Dennoch: Ein genauer und kritischer Blick auf das Spiel lohnt sich, so gut sich das Ergebnis anhört, war im Spiel nicht alles. Es war eine überraschende und unerwartete Grundordnung von Franco Foda. Allerdings: positionell wurden alle Spieler mit jenen Rollen betraut, die sie auch im Klub ausfüllen. Den Plan über die Halbräume und die Flügel in die Tiefe und in den Strafraum zu kommen erkannte man sofort. Speziell die Angriffe über die linke Seite versprachen mehr. Marcel Sabitzer hatte eine besondere Rolle. Er besetzte abwechselnd Halbraum und Seite um von dort diagonale tiefe Bälle oder Hereingaben in den Strafraum zu spielen. Die zwei gefährlichsten Aktionen entstanden aus genau solchen Situationen – und auch das 1:0 durch Stefan Lainer. Im Gegensatz zu den letzten Spielen war das Positionsspiel stark verbessert.  Eine bessere Raumaufteilung und eine gute Ballzirkulation bis zum letzten Drittel war erkennbar. So gut es bis dort hin auch war, so schlecht war die Besetzung der letzten Linie und der Raum vor der Abwehr des Gegners. Insbesondere Kalajdzic zeigte Schwächen im Positionsspiel. Er ließ sich wieder zu weit ins Mittelfeld fallen, konnte sich aber trotzdem wenig ins Spiel einbinden und fehlte an letzter Linie. Somit konnte nur sein Sturmpartner Baumgartner als schlechtere Option mit hohen Diagonalbällen angespielt werden. Auch Alabas Position sorgte für eine große Überraschung. Sie war effektiv gewählt, er konnte sich gut in den Spielaufbau einbinden, das Spiel von hinten lenken und, was noch wichtiger war, die Ansätze von gegnerischen Angriffen durch gute Absicherung verhindern. In der zweiten Halbzeit konnte er durch Positionswechsel mit Hinteregger auch für Akzente in der Offensive sorgen und wurde mit statistischen Rekorden zum Mann des Spiels.
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