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Leo Windtner: „Der neue ÖFB-Präsident muss ein Narrischer sein“Aktualisiert6. Sep. 16:26

Leo Windtner: „Der neue ÖFB-Präsident muss ein Narrischer sein“

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Der Zeitaufwand sei enorm, so der scheidende Verbandsboss. Er habe deutlich mehr als 30 Stunden pro Woche investiert. Am Montag tagte der Wahlausschuss des ÖFB, am 11. September werden neue Präsidentschaftskandidaten in einem Hearing befragt. In rund einem Monat soll ein Nachfolger für Leo Windtner feststehen. Zur Diskussion, ob für den neuen Mann eine hauptamtliche Funktion geschaffen werden sollte, sagt der scheidende Präsident: „Ich werde mich hüten, ein Muster vorzugeben.“ In Bezug auf den Zeitaufwand, den das Amt erfordere, nahm sich der Oberösterreicher aber kein Blatt vor den Mund. „Das muss ein Narrischer sein, der alles hineinlegt. Es braucht die ganze Person.“ Der ehemalige CEO der Energie AG Oberösterreich sei selbst überrascht, wie er seine Doppelfunktion habe bewältigen können. „Wenn ich zurückblicke, kann ich oft nicht nachvollziehen, dass ich beides ohne jeweils feststellbares Manko hinbekommen habe. Und es war mir immer ein Anliegen, dass die Leute nicht spüren, dass ich im Grunde eine nicht bewältigbare Doppelfunktion habe.“ Der Preis dafür sei gewesen, „null Freizeit“ zu haben. Nahezu der gesamte Urlaub sei ebenso auf der Strecke geblieben wie das Privatleben. Ob er den Zeitaufwand quantifizieren könne? Sind es gar 30 Wochenstunden gewesen? Windtner: „Das ist deutlich zu niedrig gegriffen.“ Er sei Tag und Nacht unterwegs gewesen und habe nie gefehlt. Vor allem nicht bei Länderspielterminen. „Die sind eine Pflicht, der man sich nicht entziehen kann und ich habe auch Wert darauf gelegt, bei den Nachwuchs-Nationalteams und beim Frauen-Team immer direkten Kontakt zu pflegen.“ Mit seinem Pensionsantritt im Jahr 2017 sei das Präsidentenamt zum Fulltime-Job mutiert. „Die Freiräume haben sich rasch gefüllt“, sagt der heute 71-Jährige. Klingt alles nach einer Warnung an die potenziellen Nachfolger. Interessenten gibt es ja einige. Diese, so Windtner, müssten jedenfalls gesegnet sein mit Idealismus und eisernem Willen, denn: „Die Tage, an denen man in der Sonne stehen kann, sind deutlich weniger im Vergleich zu jenen, wo man sich im sportlichen Misserfolg auch der Kritik stellen muss.“
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