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Gewalt in der Judo-Halle - Kinder essen Eis und werden bestraft13. Okt. 10:25

Gewalt in der Judo-Halle - Kinder essen Eis und werden bestraft

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Ein Trainer in der japanischen Provinz Hyogo wurde verhaftet, weil er seine Schüler so hart zu Boden warf, dass diese Wirbelverletzungen erlitten. Japans traditioneller Kampfsport Judo sorgt erneut mit einem Fall exzessiver Gewaltanwendung durch einen Trainer für Schlagzeilen. Wie japanische Medien am Dienstag berichteten, wurde ein 50-jähriger Lehrer einer Mittelschule der Provinz Hyogo verhaftet, weil er zwei seiner Schutzbefohlenen zur Bestrafung verletzt haben soll, einen von ihnen schwer. Die beiden Kinder hätten Eiscreme aus dem Kühlschrank der Judo-Trainingshalle gegessen, hieß es. Aus Verärgerung darüber habe ihr Coach sie unter anderem so stark zu Boden geworfen, dass einer der Jungs schwere Verletzungen an den Brustwirbeln erlitt, der andere wurde leicht am Nacken verletzt. Japans Judo-Welt ist bekannt für militärisch anmutende Trainingsmethoden und sieht sich immer wieder Vorwürfen wegen gewalttätiger Züchtigungen ausgesetzt. In den vergangenen Jahrzehnten kam es zu mehr als 100 Todesfällen unter Judoka an Schulen. Laut einem vor kurzem veröffentlichten Bericht der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch sind Gewalterfahrungen unter japanischen Kindern im Sport, einschließlich Judo, weit verbreitet. Demnach berichteten viele, sie seien beim Sport unter anderem geschlagen, getreten, geohrfeigt, zu Boden geworfen oder mit Gegenständen attackiert worden, hieß es.
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