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EM mit Schönheitsfehler: Eine Bühne für drei Autokraten11. Jun. 12:00

EM mit Schönheitsfehler: Eine Bühne für drei Autokraten

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Die gesamteuropäische EM verhinderte ein Erdoğan-Turnier in der Türkei, gastiert aber bei den zweifelhaften Potentaten Putin, Orbán und Alijew Vor neun Jahren zog der UEFA-Präsident nach Ende der EM 2012 in Polen und der Ukraine Resümee. Michel Platini hieß der UEFA-Boss damals, und der scherzte, dass er in den letzten Wochen doch etwas viel Wodka getrunken habe. Als er einen Ausblick auf die EM 2020 gab, dachten viele der anwesenden Journalisten an eine Schnapsidee. „Wie wäre es, wenn wir die Endrunde 2020 nicht in einem Land veranstalten oder in zwei Ländern, sondern in ganz Europa“, fragte er in die Runde. Wegen der Folgen der Finanzkrise hatten damals viele Länder keine Lust auf ein teures Fußball-Großereignis. Zumal die Aufstockung von 16 auf 24 Teilnehmer die Kosten in die Höhe getrieben hatte. Aussichtsreichster Kandidat war die Türkei. Das war Platini politisch doch zu heiß, weshalb die UEFA die Europa-EM aus dem Hut zauberte. Mit dem Konzept hatte man eine Erdoğan-EM abgewendet, doch holte sich die UEFA gleich drei zweifelhafte Potentaten ins Boot – obwohl zumindest Minsk nicht als Austragungsort gewählt wurde. Aber es bleibt St. Petersburg im Reich von Zar Putin. Es bleibt Budapest im Einflussgebiet von Autokrat Orbán.
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