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Eine ORF-Reporterlegende ohne Feinde: Abschied von Peter ElstnerAktualisiert21. Jun. 18:53

Eine ORF-Reporterlegende ohne Feinde: Abschied von Peter Elstner

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Der 81-Jährige verstarb bei einem Badeunfall an der Neuen Donau. Es gab kaum Spitzensportler, die keine gute Meinung von ihm hatten Er hätte beim Länderspiel gegen die Ukraine vor dem Fernsehapparat aufgeregt mitgefiebert. Hätte sich geärgert über manche verkorkste Spielsituation. Und im nächsten Atemzug eine Entschuldigung dafür gefunden. Peter Elstner, der Sportreporter ohne Feinde, durfte das EM-Spiel nicht mehr erleben. Sonntagabend ist er bei einem Badeunfall in der Neuen Donau ums Leben gekommen. Feuerwehrtaucher fanden den Leichnam der Sportreporter-Legende. Er kenne die Unglücksstelle, sagt der tief betroffene ehemalige Teamchef Josef Hickersberger. „Sie befindet sich am Radweg, auf dem ich oft fahre.“ Auch ihn habe das einladende Platzerl wiederholt dazu animiert, einen Sprung in die Neue Donau zu machen. Eine Begebenheit mit Hickersberger hatte Elstner im Herbst 1989 unfreiwillig zu Kultstatus verholfen, als er in der Funktion des Live-Reporters verzweifelt an die österreichische Kabinentür klopfte mit den Worten: „Pepi, lass“ mi eine.“ Was die TV-Zuseher ebenso wie Hickersberger und dessen Spieler nicht wussten: Die schon davor am Spielfeldrand erfolgten Sieger-Interviews hatten wegen Leitungsproblemen im ORF nicht gesendet werden können. Später wurden Hickersberger und Elstner die besten Freunde. Wie überhaupt es schwer bis unmöglich war und ist, einen Spitzensportler zu finden, der von Elstner keine gute Meinung hat. Kultcharakter erlangten auch Live-Sendungen mit Elstner am Loipenrand. Wie 1998 bei Olympia in Nagano, als Markus Gandler die erste Langlaufmedaille eroberte. Und wie 1999, als die österreichische Staffel WM-Gold holte, obwohl Michail Botwinow gestürzt war. Erschüttert schrie Elstner ins Mikrofon: „Boti, bitte steh auf.“ So lautet auch der Titel von einem seiner drei Bücher, in denen er die Höhepunkte seines Reporterlebens schilderte.
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