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Cincinnati: Zverev und Rublew im Finale, Eklat von Medwedew22. Aug. 11:30

Cincinnati: Zverev und Rublew im Finale, Eklat von Medwedew

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Der Russe kickte eine Kamera weg, mit der er kollidiert war und verlor gegen seinen Landsmann. Das Finale des Masters-1000-Turniers in Cincinnati knapp eine Woche vor Beginn der US Open heißt Alexander Zverev gegen Andrej Rublew. Der Olympiasieger aus Deutschland bezwang am Samstag in einer hitzigen Auseinandersetzung den Griechen Stefanos Tsitsipas nach 2:41 Stunden mit 6:4,3:6,7:6(4). Zuvor hatte der topgesetzte Daniil Medwedew gegen seinen russischen Landsmann Andrej Rublew überraschend 6:2,3:6,3:6 und nach einer Kollision mit einer Kamera auch die Nerven verloren. Medwedew lief im zweiten Satz einem Ball an der Grundlinie hinterher, als er in eine TV-Kamera auf dem Platz krachte. Medwedew bot dem Kamera-Mann seine Hand und der Stuhlschiedsrichter kam herunter, um sicherzugehen, dass beide unverletzt sind. Dann kickte Medwedew die Kamera weg und sagt „lass sie entfernen, ich habe mir fast die Hand gebrochen“.  Danach setzte sich Zverev im dramatischen Fight gegen Tsitsipas durch und verkürzte im Head-to-Head auf 3:6. „Jedes Mal wenn ich mit Stef spiele, insbesondere die letzten paar Partien, war das immer extrem unterhaltsam. Sehr harte Kämpfe. Wir holen offensichtlich das Beste aus dem anderen heraus“, sagte der 24-jährige Deutsche. Zverev siegte, nachdem er sich zuvor von dem Griechen erst provoziert gefühlt, den zweiten Satz nach 2:0-Führung dann noch verloren und im entscheidenden dritten Satz trotz Magenproblemen und zwei Breaks Rückstand beim 1:4 schon scheinbar aussichtslos hinten gelegen hatte. Am Netz gratulierten sich die beiden Hitzköpfe fair, Zverev raunte Tsitsipas sogar ein „unglaubliches Spiel“ zu - doch ganz verraucht war der Ärger zu diesem Zeitpunkt nicht. Nach dem ersten Satz hatte sich der Grieche in die Umkleide verabschiedet, sehr zum Missfallen Zverevs, der sich beim Schiedsrichter beschwerte. „Als er vom Platz runter gegangen ist, hab' ich direkt gesagt, das wird mindestens zehn Minuten dauern. Ich war knapp dran. Es waren neun Minuten“, kommentierte er die Situation später und schob hinterher: „Ich bin immer jemand, ich mag es mit Tennis zu gewinnen und mit Tennis zu verlieren. Manche Spieler halt nicht.“ Tsitsipas wiederum beschwerte sich auf seiner Pressekonferenz bitterlich darüber, nach dem zweiten Satz nicht erneut in die Umkleide gelassen worden zu sein, um seine verschwitzten Sachen zu wechseln. „Es wäre nicht nett, wenn ich meine Hose auf dem Platz wechsle. Ich mache das lieber in der Umkleide, inklusive Socken und Schuhe“, sagte er. Er sei traurig, dass ihn der Stuhlschiedsrichter nicht habe gehen lassen. „Das war nicht nett.“ Bei den Damen steht am gleichen Schauplatz beim WTA-1000-Turnier das Finale ebenso fest: Jil Teichmann setzte ihren unerwarteten Erfolgsrun fort. Nach der vierfachen Major-Siegerin Naomi Osaka und Olympiasiegerin sowie Landsfrau Belinda Bencic schlug die 24-jährige Schweizerin auch die Weltranglisten-Vierte Karolina Pliskova 6:2,6:4. Im Kampf um den Titel trifft sie jetzt auf die Weltranglisten-Erste Ashleigh Barty (AUS). Die Wimbledonsiegerin besiegte die Deutsche Angelique Kerber 6:2,7:5.
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